Allgäu Orient Rallye

Tag 20: Finished

Sorry, dass wir in den letzten Tagen nichts von uns hören/lesen haben lassen, ich hoffe der GPS Track hat trotzdem funktioniert und ihr konntet zumindest nachvollziehen dass wir nicht ganz verloren waren in der Wüste.

Die schlechteste Nachricht mal zuerst: gewinnen werden wir wohl nicht. Wir hätten unser Roadbook mit den Fotos, Ergebnissen usw. an der Grenze zu Jordanien abgeben sollen, das haben wir aber nicht überrissen und haben es daher nicht immer noch im Auto liegen.

Wir sind mittlerweile also beim Crowne Plaza Dead Sea Resort angekommen, hier ist also unser Ziel (wir hatten immer gedacht dass wir nach Amann fahren …).
Zimmer haben wir keines mehr bekommen (im Vorhinein wollten wir es nicht buchen), dass heißt wir dürfen noch zwei Nächte im Auto verbringen, können aber zumindest die Infrastruktur des Hotels nutzen. Also Strom und Internet waren bisher kein Problem, morgen werden wir mal ausprobieren einfach rein zu marschieren und hier baden gehen. Ich glaub nicht dass jemand checkt ob wir hier ein Zimmer gebucht haben oder nicht, werden einfach mal die Sandmänner nach deren Zimmernummern fragen und diese angeben sollte uns wer danach fragen (beim Abendessen zum Beispiel 😉 ).

Der Reihenfolge nach mal kurze Erläuterungen zu den letzten Tagen:
Montag: Nazareth ist ausgefallen weil wir die Feuerwache in Haifa besucht haben. Uri hat sich ausgiebig Zeit für uns genommen und neben einer kleinen Führung gab’s auch Souvenirs für uns. Wir sind dann gleich zum Fahrerlager am Toten Meer gefahren.

Am nächsten Tag hatten wir den Vormittag Zeit um Jerusalem und Bethlehem anzusehen. Die kurze Zeit haben wir dazu genutzt ein bisschen in Jerusalem herumzulaufen um anschließend zum Grenzübergang zu fahren. Nachdem all die Bürokratischen Dinge erledigt waren wurden wir von der Jordanischen Grenzlandkapelle empfangen und
Von der Grenze an sind wir von der Polizei in Konvois bis zum Fahrerlager in der Wüste gefahren. Vor der Wüste mussten alle Autos nochmal tanken, die Polizei hat dafür eine kleine Tankstelle mit 2 Zapfsäulen ausgewählt – aber warten sind wir ja jetzt schon gewohnt.

Am Mittwoch war dann die große Wüstenetappe angesagt. Es gab dafür eine grobe Wegbeschreibung, klingt aber alles viel einfacher als es ist, wenn man dann wirklich mal in der Wüste ist. Ohne Kompass ist man hier komplett verloren. In welche Richtung man sich auch dreht, endlose Weite, überhaupt gar keine Anhaltspunkte. Manchmal sieht man Staubfahnen von anderen Teams, aber man weiß ja nie ob die eigentlich wissen wo sie hinfahren …
Wir haben nach einiger Zeit quasi aufgegeben und haben uns den Weg zur richtigen Straße gesucht, es ist wirklich eine große Herausforderung längere Strecken durch die Wüste zu fahren und eigentlich ein bissl beängstigend. Im Roadbook steht, wenn man den Weg verliert soll man warten bis man von den Organisatoren bzw. von der Polizei/Militär gefunden wird. Es war tatsächlich einmal der Fall, dass uns Hubschrauber überflogen sind und uns somit (angeblich) den Weg gedeutet haben. Aber woher weiß man eigentlich, dass man den Weg verloren hat, wenn man keine Ahnung hat wo man ist. Man könnte hinter dem Hügel vom Fahrerlager sein und würde es vermutlich nicht mitbekommen …
Auf der Straße haben wir dann noch andere Teams getroffen und wir wurden dann von der Polizei zum Fahrerlager gebracht. Dafür mussten wir durchs Militärgebiet, das hätten wir selber sowieso nie gefunden.
Die Wüstenetappe ist auch dahingehend eine Herausforderung, als dass es sehr warm ist, wir die Fenster aber meist nicht offen lassen können weil sonst der ganze Sand im Auto ist. Also natürlich sind unsere Autos jetzt voller Sand, aber wir konnten die Menge auf einem sehr niedrigem Niveau halten – nur den Christians ist einmal eine Sanddüne beim Fenster rein geflogen, auf Acki’s Hautfarbe wärt ihr diesmal wirklich neidisch gewesen!
Da unser Wassertank noch recht voll war (haben zwischendurch zweimal aufgefüllt) hatten wir einige Personen eingeladen bei uns zu duschen. Das Angebot wurde zahlreich angenommen und alle waren hellauf begeistert und sehr dankbar. Da wir davon ausgegangen sind, dass es unsere letzte Nacht im Auto ist, haben wir schon einiges an Equipment zurückgelassen bzw. verschenkt.

Heute waren wir noch einen Sprung im Allgäu Orient Children & Dream Foundation Camp. Dort haben wir noch einige Spielsachen usw. hingebracht, anschließend sind wir schon los um wieder ans Tote Meer zu gelangen.
Bei Christians Auto hat in der Zwischenzeit die Kupplung den Geist aufgegeben und einen Reifen haben wir gewechselt weil er einen „Sickerpatschen“ hatte. Meiner Wahrnehmung nach hatten so gut wie alle Teams Reifenpannen in der Wüste, wir sind da wieder mal sehr glimpflich davon gekommen. Die Autos müssen wir von hier dann Samstag noch ca. 60km bis in die Nähe vom Flughafen bringen, das werden wir jetzt auch noch schaffen. Dafür, dass im Vorhinein dem Scudo die geringste Lebenserwartung zugeschrieben wurde, hat er erstaunlich gute Dienste geleistet. (Zum Foto vom Anlaufen: die Kühltruhe war die ganze Nacht angesteckt und hat die Batterie geleert – kühle Bier sind den Jungs halt am wichtigsten …)

Für morgen steht die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung am Programm. Am Samstag Vormittag werden wir dann schon zum Flughafen aufbrechen um am Abend in der Heimat einzutreffen. Das war’s nun eigentlich im Großen und Ganzen von unserer Rallye, so ganz realisiert haben wir das glaub ich nur noch nicht.

_MG_1479 _MG_1481
_MG_1483 _MG_1487 _MG_1488 _MG_1489 <img data-attachment-id="940" data-permalink="http://www.carnuntum-express.at/tag-20-finished/_mg_1496-3/" data-orig-file="http://www.carnuntum-express.at/wp-content/uploads/2014/05/MG_14961.jpg" data-orig-size="725,483" data-comments-opened="1" data-image-meta="{"aperture":"0","credit":"","camera":"","caption":"","created_timestamp":"0","copyright":"Copyright: Oliver Spies","focal_length":"0","iso":"0","shutter_speed":"0","title":"","orientation":"0"}" data-image-title="_MG_1496" data-image-description="" data-medium-file="http://www.carnuntum-express.at/wp-content/uploads/2014/05/MG_14961 team management app.jpg“ data-large-file=“http://www.carnuntum-express.at/wp-content/uploads/2014/05/MG_14961.jpg“ class=“alignleft size-full wp-image-940″ src=“http://www.carnuntum-express.at/wp-content/uploads/2014/05/MG_14961.jpg“ alt=“_MG_1496″ width=“725″ height=“483″ /> _MG_1507 _MG_1509 _MG_1514 _MG_1520 _MG_1524 _MG_1527 _MG_1532 _MG_1538 _MG_1543 _MG_1548 _MG_1550 _MG_1562 _MG_1565 _MG_1570 _MG_1575 _MG_1607 _MG_1611 _MG_1616 _MG_1618 _MG_1621 _MG_1629 _MG_1635 _MG_1637 _MG_1638 _MG_1657 _MG_1664 _MG_1665 _MG_1688 _MG_1690 IMG_1641 IMG_1642 IMG_1645

 

9 Responses to “Tag 20: Finished”

  1. Marlene

    Congratulation!!!!
    geile Story, sehr straight durchgezogen 🙂
    Hut ab! geniesst die Siegesphase 😉

    liebe Grüsse ein letztes mal aus München,
    bis bald zu Hause,
    Marlene

  2. Franz Cajka

    Gratuliere zu der tollen Tour und danke für die interessanten Stories und Bilder!
    Bis Samstag Nachmittag in Amman und liebe Grüße aus Scharndorf
    von den Cajkas 😉

  3. Lutz Brigitte und Sigi

    Hallo
    Super das Alles soweit gut gegangen ist.
    Ihr seid gesund und das ist das Wichtigste!!!
    Entspannt Euch jetzt, viel Spaß noch, kommt gut heim!
    4xLutz

  4. Ackerl Peda

    Für Christian und Christian!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Was ist blau und stinkt???????????????
    Rätselraten an alle????????
    Fotolovestory!!!!!!!!!!!!!!!!!

    mfg
    MAMAS-GARAGE

  5. michael strasser

    coole g’schicht, euer projekt! war sehr interessant euch zu verfolgen…

  6. Tanja Mikola

    Coole Sache, habts alle ganz große Leistung erbracht! Wirklich toll das Rennen so hautnah mit den vielen Dokumentationen verfolgen zu können…
    Viel Spaß noch und gute Heimreise
    Lg
    Tanja

  7. Johanna

    Großartige Leistung. Vielen Dank für den spannenden Erlebnisbericht.
    Noch viel Spaß am Pool und gute Heimreise!

    lG
    Johanna

  8. Gertrud Geiger, Mama von 3 Jungs von Team 34

    Ich find’s so toll!!!
    Wie war das mit den Österreichern und der Orientierung? – War da nicht was? – Gabs da nicht einen blöden Witz?
    Spaß beiseite; Ich war zwar noch nie in der Wüse, aber ich weiß genau, ich hätte den Weg auch nicht gefunden. Man sagt mir nach ich hätte den Orientierungssinn eines Stallhasen.
    Bewundere also schon, dass Ihr probiert habt durch sie Wüste zu fahren.
    Genießt den letzten Tag!
    War schön Euch auf diesem Weg zu begleiten!
    Gruß Gertrud

  9. Anja Winters

    Hallo Carnuntum Express, etwas spaet, aber doch wollen wir Euch noch herzliche Glueckwunsche zukommen lassen!! Wir trafen uns im mitternaechtlichen Marchtrenk an einer Tankstelle ganz zu Beginn Eurer Reise (wir Oesis „getarnt“ im Passat mit deutschem Kennzeichen) und hielten Euch erst fuer die Feuerwehr (ok, wir waren allerdings schon 1000km gefahren) 😉 Wir hatten vorher noch nie von der Rallye gehoert und haben danach Eure Reise mit Spannung auf http://www.carnuntum-express.at verfolgt und mitgefiebert. Schade um Euren „Anton“, aber dass er es soweit geschafft hat, ist schon eine tolle Leistung, wollte er Euch doch schon in Marchtrenk nicht so recht anspringen 😉 In diesem Sinne: Tolle Sache, nette Berichterstattung und alles Gute weiterhin! Schoene Gruesse von den expats, Anja und Daniel.

Comments are closed.